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Rund um Riedenburg

Veröffentlicht von Administrator (jurabiker2011) am 15 Jan 2012
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Ortsgeschichte

Riedenburg im Mittelalter - Geschichte vor unserer Haustür


  Kupferstich von Michael Wening, Anfang 18. Jh.

 Die Entstehung des Herzogtums Bayern und der Ritterschaft

Die Grafen von Riedenburg entstammten dem Geschlecht der Babonen, sie lebten im 11. und 12. Jahrhundert, also im Hochmittelalter und waren sehr wahrscheinlich die Erbauer der drei Burgen Rabenstein, Tachenstein und Rosenburg. Wie kam es dazu?

Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches wanderte im 6. Jahrhundert aus dem Raum Böhmen der Stamm der Bajwaren nach Bayern ein und traf hier auf keltische und romanische Bevölkerungsreste, die sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte mit den Bajwaren vermischten.

Das Land war zu dieser Zeit fast gänzlich mit Eichen- und Buchenwäldern bedeckt, daher entstanden neue Siedlungen vor allen an Flussläufen wie der Altmühl, die damals entstandenen Orte sind oftmals durch die Endung –ing (Aicholding, Deising) erkennbar. In mehreren Rodungswellen wurde das Land urbar gemacht. Es entstand das Stammesherzogtum Bayern mit dem Herzogsitz in der vormaligen römischen Garnisonsstadt Regensburg. Von seiner Ausdehnung her umfasste das damalige Herzogtum Bayern das heutige Altbayern aber auch einen großen Teil des heutigen Österreich und reichte im Süden sogar bis Bozen und Meran. In diese Zeit fällt auch der Beginn der Christianisierung durch iro-schottische Mönche.
Das Herzogtum Bayern war Teil des Frankenreiches, wobei sich ein ständiges Ringen zwischen Herzogsgewalt und Königsmacht durch die Jahrhunderte zieht. Es fand einen seiner dramatischen Höhepunkte in der Entmachtung Herzog Tassilos im Jahr 789.

Das Herzogtum war untergliedert in Gaue, in denen die Gaugrafen für den Herzog Verwaltung und Gerichtsbarkeit ausübten, das Altmühltal war dem Donaugau zu-geordnet. Die Bevölkerung bestand größtenteils aus abhängigen Bauern sowie dem Hochadel, dazwischen entstand im 8. Jahrhundert die Schicht der Edelinge, die größeren eigenen Grundbesitz hatten, untereinander versippt waren und viele kirchliche Würdenträger stellten. Dem Herzog waren sie durch Hofdienst und Grafenamt verpflichtet, sie konnten somit als Träger des Staates gelten.

In dieser Zeit entstand auch das Geschlecht der Babonen, der Grafen von Riedenburg.

Untrennbar verbunden mit dem Werden der Edelinge war das Entstehen des Rittertums.

. Es ist wahrscheinlich dass der erste geschichtlich sicher nachweisbare Vertreter des Babonengeschlechts, Graf Babo I., an dieser Schlacht als junger Mann teilgenommen hat. Die babonischen Grafen entwickelten sich von da ab zu einem der bedeutendsten Bayerischen Adelsgeschlechter, die auch auf Reichs-ebene wichtige Posten bekleideten.

Das ursprüngliche Wappen der Babonen war schräggeteilt, unten weiß und oben schwarz. In vielen Gemeindewappen der Region, auch in Riedenburg, sind noch Elemente dieses Wappens enthalten.

Mehr zum Geschlecht der Grafen von Riedenburg in einer weiteren Abhandlung. Riedenburg im Mittelalter – Geschichte vor unserer Haustür.

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Falkenhof Schloß Rosenburg

Artenschutz und Forschungsstation

in Riedenburg im Naturpark Altmühltal

Adler in Riedenburg im Naturpark Altmühltal

Im 12.Jahrhundert wurde die Rosenburg von einem Minnesänger aus dem Geschlecht der Grafen von Riedenburg erbaut. Dieser Minnesänger umwarb nicht nur schöne Frauen sondern übte auch die Kunst der Falknerei aus. Seit 1978 hat unser Falkenhof seinen Sitz auf der Rosenburg. Wir halten die große Falkner mit Uhu in Riedenburg im Altmühltal Tradition der Falknerei lebendig, wie sie als Jagdart in früheren Jahrhunderten von der Rosenburg aus in den umliegenden Ländereien praktiziert wurde. Im Burghof werden zu diesem Zweck lebende Falken, Adler, Geier und andere meist heimische Greifvögel gehalten, die im Altmühltal zum Teil schon lange ausgestorben sind.

Eine besondere Attraktion für die Besucher der Burg sind die Flugvorführungen der Greifvögel. Die günstige Lage des Falkenhofes auf einem Bergrücken und die Landschaft der näheren Umgebung sind für Greifvögel wie geschaffen. Seit vielen Jahren gehören die regelmäßigen Freiflugvorführungen zur größten Attraktion und zum beeindruckendsten Erlebnis für die zahlreichen Besucher des Falkenhofes. Täglich fliegt ein Teil der Adler, Falken und Geier frei. Sie steigen im Thermikschlauch des Bergrücken bis zu 1.000 m hoch und lauern dort auf den Ruf des Falkners, um sich dann auf die Atzung zu stürzen, die der Falkner auf seinem Handschuh hat. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu erwähnen, daß die Greifvögel etwa die 10- bis 20-fache Sehkraft eines Menschen besitzen. Die Abrichtung dieser Tiere für den Freiflug ist mit viel Arbeit und Mühe verbunden. Dazu ist täglich mindestens eine Stunde Arbeit mit dem Tier erforderlich. Die ersten Freiflugversuche werden gewöhnlich nach einer Abtragezeit der Tiere von 8 bis 10 Wochen unternommen. Kommen die Greife auf Zeichen zurück, kann man von einer gelungenen Abrichtung sprechen.

Der Greifvogel- und Eulenbestand setzt sich wie folgt zusammen:

Aguja, Kaiseradler, Raubadler, Schlangenadler, Schreiseeadler, Seeadler, Steinadler, Weißkopfseeadler, Gänsegeier, Mönchsgeier, Schmutzgeier, Lannerfalke, Gerfalke, Sakerfalke, Wanderfalken, Rotmilan, Schwarzmilan, Adlerbussard, Königsrauhfußbussard, Mäusebussard, Bartkauz, Schnee-Eule, Uhu.

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Zuletzt geändert am: 27 Jan 2012 um 19:01

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